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05.05.2022

ZAB bestens für Energie-Zukunft gerüstet

Auch dank des idealen Timings des Projekts "Optimierung Energiepark" ist der ZAB hervorragend für die Zukunft aufgestellt. Bild: jg
An der Delegiertenversammlung des Zweckverbands Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) vom 5. Mai im Restaurant Toggenburgerhof, Kirchberg, wurden der Geschäftsbericht und die Jahresrechnung (Ertragsüberschuss von rund 6,8 Millionen Franken) einstimmig genehmig. Darüber hinaus wurden die Delegierten über aktuelle Projekte informiert. Dazu gehören die seit zwei Jahren laufende Optimierung des Energieparks Bazenheid sowie der kontinuierliche Weiterausbau des Fernwärmenetzes.
VR-Präsident Kurt Baumann begrüsste zur Delegiertenversammlung und bedankte sich bei der Geschäftsleitung und den Mitarbeitenden für das erfolgreiche Wirken im Jahr 2021. Bild: jg

Der Zweckverband Abfallverwertung Bazenheid (ZAB) sammelt und verwertet Haushalts-, Industrie- und Gewerbeabfälle sowie Schlämme aus kommunalen und industriellen Kläranlagen. So wurden im Geschäftsjahr 2021 in den thermischen Anlagen Bazenheid rund 134‘000 Tonnen Abfälle und Schlämme verarbeitet.

Gutes Geschäftsjahr 2021

Der ZAB darf auf ein erfreuliches Geschäftsjahr 2021 zurückblicken. Der Verband erwirtschaftete einen Ertragsüberschuss von rund 6,8 Millionen Franken. Das gute Ergebnis konnte trotz umbaubedingten tieferen Verarbeitungsmengen erzielt werden. Zum Ergebnis beigetragen haben vor allem gute Energieerträge aus dem Verkauf von Wärme und Strom. Die Delegierten genehmigten einstimmig sowohl die Jahresrechnung wie auch den Geschäftsbericht 2021. Die erwirtschafteten Mittel werden dem laufenden Projekt "Optimierung Energiepark Bazenheid" zugewiesen.

CEO Claudio Bîanculli erläuterte die ausnahmslos erfreulichen Abweichungen vom Budget. Bild: jg
Der erneuerte Energiepark: effizient, flexibel, umweltfreundlich. Bild: ZAB

Optimierung Energiepark Bazenheid

Im Zentrum des Geschäftsjahres 2021 standen die Bauarbeiten am Projekt zur Erneuerung und Effizienzsteigerung der Thermischen Anlagen Bazenheid. Mit einem Kredit von 63 Millionen Franken soll der Energiepark Bazenheid bis ins Jahr 2023 wesentlich und nachhaltig optimiert werden.

Bereits seit sieben Monaten stehen die Feuerung und der neue Kessel der Verbrennungslinie 3 zuverlässig und konstant im Einsatz. In den nächsten zwei Monaten werden die verfahrenstechnischen Umbauten an den anderen zwei Verbrennungslinien abgeschlossen. So werden am Standort Bazenheid optimale Rahmenbedingungen für die künftige Energiebewirtschaftung geschaffen. Nach dem Abschluss des bautechnischen Teils im Sommer 2023 kann den Delegierten voraussichtlich im Herbst 2023 die Bauabrechnung präsentiert werden können.

Nachhaltige Energieproduktion nimmt Fahrt auf

Mit der Produktion von Wärme und Strom leistet der ZAB einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigen Energiepolitik in der Region. Nachdem im Herbst 2020 die 4. Etappe des Fernwärmenetzes Bazenheid abgeschlossen werden konnte, wurde im vergangenen Jahr mit dem Bau des Fernwärmeasts in das Dorf Kirchberg begonnen. Bei der ersten Etappe sind im letzten Jahr von Bazenheid bis zur Netztrennstelle an der Hinterdorfstrasse in Kirchberg rund 2900 Meter Fernwärmeleitung verlegt worden. Die bereits angeschlossenen Liegenschaften werden nun seit wenigen Tagen mit Fernwärme des ZAB beliefert. Mit der zweiten Etappe, welche in diesem Jahr umgesetzt wird, sollen in erster Linie Liegenschaften im Kirchberger Zentrum an das Wärmenetz angeschlossen werden. Das Netz Bazenheid-Kirchberg dürfte im geplanten Endausbau jährlich rund 20'000 MWh ab dem Energiepark des ZAB beziehen.

Neuer Energieschub für die Gespräche mit der Stadt Wil 

Nach dem Umbau des Energieparks Bazenheid werden jährlich insgesamt bis zu  500‘000 MWh Wärme zur Nutzung verfügbar sein. Der ZAB wird somit mit seiner Infrastruktur künftig in der Lage sein, den Wärmebedarf für verschiedene Fernwärmenetze jederzeit und nach Massgabe der saisonalen Bedürfnisse zur Verfügung zu stellen. In den letzten Monaten sind auch die Gespräche mit der Stadt Wil wieder aufgenommen worden.

Hans Mäder neues Mitglied der Kontrollkommission

Aufgrund ihrer Demission als Gemeindepräsidentin von Degersheim hat Monika Scherrer auch ihren Rücktritt aus der Kontrollkommission des ZAB eingereicht. An ihrer Stelle wählte die Delegiertenversammlung einstimmig Hans Mäder, Stadtpräsident von Wil, als neues Mitglied der Kontrollkommission.

29 der 35 Mitgliedsgemeinden waren an der DV vertreten. Der Wiler Stadtpräsident Hans Mäder (ganz links im BIld) wurde einstimmig in die Kontrollkommission gewählt. Bild: jg
Viel Applaus aus dem Plenum für (v.l.): Reto Almer (Leiter Finanzen), Kurt Baumann (VR-Präsident) und Claudio Bianculli (Vorsitzender der Geschäftsleitung). Bild: jg
jg / ZAB