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24.05.2022
24.05.2022 21:17 Uhr

"Am Bode guet luege, isch s Rezept för d Zuekunft!"

Markus Bernhardsgrütter: "Zur regenerativen Landwirtschaftsmethode gehört der mit Pflanzen aufbereitete 'Komposttee'." Bild: jg
Markus Bernhardsgrütter verfolgt das Ziel einer "enkeltauglichen" Produktion von Gemüse, Getreide und Fleisch. Deshalb stellen er und seine Frau Sonja ihren BioHof Mädertal auf die regenerative Landwirtschaftsmethode um. Wie geht das und was soll damit erreicht werden?

von Jürg Grau

Auf einem Rundgang durch seinen Betrieb erhielt gossau24.ch einen Einblick die neuen Methoden und Verfahren, die auf BioHof Mädertal eingesetzt werden. 

Wie sieht die Zielsetzung aus?

Markus Bernhardsgrütter: "Wir wollen mit der regenerativen Landwirtschaftsmethode das Ökosystem (Kreislauf) und die Biodiversität fördern. Wir bauen den Humus natürlich auf, damit wir unseren Kundinnen und Kunden vielfältige Biohof-Produkte mit möglichst hohem Nährstoffgehalt anbieten können."

Wie wird das gemacht?

Markus Bernhardsgrütter: "Als ersten Schritt haben wir exakte Bodenanalysen machen lassen, damit wir in der Zukunft den Fortschritt auch messen können. Jetzt sind wir dabei, die Nährstoffe im Boden ins Gleichgewicht zu bringen und den Boden belebend zu düngen. Wichtig ist es, dass wir den Unterboden lockern und mit Wurzeln stabilisieren. Statt mit dem Pflug bearbeiten wird den Boden mit dem Geo-Hobel (siehe Videoclip)."

Die Begrünung der Felder fällt auf. Warum das?

Markus Bernhardsgrütter: "Ja, mit der dauerhaften und vielfältigen Begrünung der Böden leisten wir einen Beitrag an die Ernährung des Bodenlebens mit den Milliarden von Mikroorganismen, die sich in einer Handvoll Erde befinden. Wir düngen mit verrottendem Pflanzenmaterial, dessen Fermentierung wir mit EM steuern."

Bio-Beschleunigung zur Kompost-Reifung mit effektiven Mikroorganismen (EM). Bild: jg
Die Bestandteile des Komposttees sind alle natürlichen Ursprungs. Bild: jg
Die Mischung "Wintergrün" dient als Gründüngung, also eine natürliche Düngung für die Folgekultur, was in diesem Fall Karotten sein werden. Bild: jg
Für die Mädertal Gewächshäuser würde der englische Name "Greenhouses" besser passen. Entsprechend gut ist die Luft. Bild: jg

Was wird dadurch gefördert?

Markus Bernhardsgrütter: "Durch die stressvermeidende, vitalisierende Behandlung mit Komposttee zielen wir auf eine maximale Photosynthese-Leistung der Kulturen ab. Erste Resultate zeigen, dass unser Gemüse widerstandsfähiger, schmackhafter und gesünder wird."

Wie werden Getreide und Gemüse vom BioHof Mädertal vermarktet?

Markus Bernhardsgrütter: "Unseren Hafer und unseren Urdinkel vermarkten wir über die bäuerlichen Vermarktungsorganisationen. Das Gemüse findet man in unserem Hofladen, am Wochenmarkt (Von April bis Dezember jeden Donnerstag und Samstag von 08:30 bis 11:30 Uhr in der Gossauer Markthalle) und via SaisonBox."

Bild: SaisonBox - BioHof Mädertal,, Gossau

Zur "SaisonBox"

Markus Bernhardsgrütter und Matthias Ruoss haben in den letzten Jahren ein aus verschiedenen Apps bestehendes System "SaisonBox" für Direktvermarkter von regionalen und saisonalen Landwirtschaftsprodukten entwickelt. Damit sind sie schweizweit erfolgreich unterwegs.
Neben dem Betrieb BioHof Mädertal von Markus und Sonja Bernhardsgrütter sind mittlerweile schon acht weitere Partnerbetriebe dem Netzwerk angeschlossen. 

Aus Konsumentensicht überzeugt die einfache Handhabung des Apps (gratis zum Downloaden im App Store oder bei Google Play) bzw. des Web-Apps auf dem PC unter app.saisonbox.ch. SaisonBoxen können in drei verschiedenen Grössen (S/M/L) bestellt werden. Diese kosten zwischen 20 und 45 Franken. Via App hat der Kunde die Möglichkeit einzusehen, was er mit der nächsten SaisonBox erhalten wird.

Mehr dazu auf: 
saisonbox.ch

Jürg Grau