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Kultur
30.05.2022
31.05.2022 18:57 Uhr

Hilfe für Ukraine-Flüchtlinge mit Querschnittlähmung

Heidi Hanselmann: "Das sind die ersten Ukraine-Flüchtlinge im Rollstuhl mit Begleitpersonen, die im Safe House angekommen sind. Sie werden durch die SPS medizinisch und pflegerisch versorgt. Einige sind jetzt in Nottwil, weil sie unter schlimmem Dekubitus (Druckgeschwür) leiden und stationäre Versorgung brauchen." Bild: zVg.
Der Rotary Club Fürstenland unterstützt - dank persönlichem Bezug zur Trägerschaft - das Safe House für querschnittgelähmte Ukraine-Flüchtlinge. Die Verbindung besteht über das RC Fürstenland-Mitglied Heidi Hanselmann, ehemalige Regierungsrätin des Kantons St.Gallen und jetzige Präsidentin der Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) in Nottwil, die sich selbst vor Ort für das Safe House eingesetzt hat.
Pflegefachfrau Sara Muff (links) und Heidi Hanselmann, Präsidentin SPS, bringen Material für die Einrichtung des Safe House an der polnisch-ukrainischen Grenze. Bild: zVg.
Heidi Hanselmann: *Nach einer Fahrt von 1637 km geht es hier ans Ausladen. Mit Ausnahme von zwei kurzen Tankpausen sind wir durchgefahren, weil wir das Safe House so schnell wie möglich eröffnen wollten." Bild: zVg.

Es ist für uns kaum vorstellbar, was es bedeutet, aus einem Kriegsgebiet zu fliehen – zudem als Mensch mit einer Querschnittlähmung. In der Schweiz haben viele das Bedürfnis, diesen Menschen zu helfen. Auch die Schweizer Paraplegiker-Stiftung (SPS) setzt ein Zeichen der Solidarität gegen den Krieg in der Ukraine: In Wolka Cycowska an der polnisch-ukrainischen Grenze hat sie ein Safe House in Betrieb genommen, in dem querschnittgelähmte Flüchtlinge einen Zufluchtsort finden. Dabei besteht eine Zusammenarbeit mit ESCIF (European Spinal Cord Injury Federation) und weiteren Partnern. Das ehemalige Pflegeheim bietet Platz für rund 30 Personen. Sie erhalten dort Sicherheit, professionelle Pflege und eine medizinische Betreuung.

Die Schweizer Paraplegiker-Stiftung unterstützt das Safe House mit personellen und materiellen Ressourcen vor Ort. Sämtliche  Spenden auf das Ukraine-Nothilfe-Konto werden für den Betrieb des Safe House, für die Unterbringung und medizinische Versorgung der querschnittgelähmten Flüchtlinge in Nottwil und für die Lieferung von Medikamenten, medizinischen Materialien und Hilfsmitteln für querschnittgelähmte Patient*innen in Spitäler in der Ukraine eingesetzt.

Sara Muff, Pflegefachfrau aus dem SPZ, und Stefan Dürger, Geschäftsführer der SPS-Tochtergesellschaft Orthotec stehen im beinahe leeren Medikamenten- und Pflegematerialienraum des Safe House. Dieser muss wieder gefüllt werden. Bild: zVg.
Heidi Hanselmann beim Auftischen des Frühstücks mit Bert Marti. Er ist Geschäftsführer der ESCIF und arbeitet beim SPZ. Er hat den administrativen Teil des Projektes vor Ort übernommen und stellt den Austausch zu andern Ländern sicher, weil nicht alle Gäste des Safe House nach Nottwil gebracht werden können. ESCIF ist der europäische Verband der Querschnittgelähmten Menschen. Bild: zVg.
Heidi Hanselmann: "Einige Flüchtlinge werden auch in Nottwil behandelt und betreut. Die Gäste sind bereits nach ein paar Tagen erholter und fühlen sich bei uns in Nottwil sicher und wohl." Bild: zVg.

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IBAN: CH14 0900 0000 6014 7293 5
Vermerk: «Nothilfe Ukraine»

jg / pd.