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Kanton SG
26.07.2022
28.07.2022 10:00 Uhr

ZAB Energiepark Bazenheid: sehr gute Umweltleistungen

Der erneuerte Energiepark: effizient, flexibel, umweltfreundlich. Bild: ZAB
Nach rund zweieinhalb Jahren Umbauzeit kommt das Projekt «Optimierung Energiepark Bazenheid» langsam auf die Zielgerade. Vor einigen Tagen konnte der verfahrenstechnische Teil abgeschlossen werden und alle drei Verbrennungslinien sind wieder in Betrieb. Messungen zeigen nun, dass auch die Umweltwerte der Anlagen nochmals wesentlich verbessert werden konnten.

Der ZAB in Bazenheid stand in den vergangenen zweieinhalb Jahren ganz im Zeichen des Umbauprojekts zur Erneuerung und Effizienzsteigerung der Thermischen Anlagen mit Investitionen von 63 Millionen Franken.

Bauprojekt auf Kurs

Im Zentrum des anspruchsvollen Bauprojekts standen der Ersatz der Feuerung und des Kessels der 36-jährigen Ofenlinie 3, der Ersatz der Entstaubungsanlagen sowie der Ersatz der nasschemischen Reinigung aller Linien mit einer Trockenreinigungs-stufe. Mit dem Umbau wurde die Betriebs- und Energieeffizienz der Anlagen stark optimiert. In den vergangenen Tagen konnte nun der verfahrenstechnische Teil des Projekts erfolgreich abgeschlossen werden. Alle drei Verbrennungslinien stehen nun wieder in Betrieb.

In den nächsten Wochen erfolgen nun Rückbauarbeiten im Filtergebäude und ab September werden die baulichen Restarbeiten in Angriff genommen (Bühnen im Kessel- und Filtergebäude, Umgebungsarbeiten, weitere bauliche Anpassungen, etc.).

Energetische und ökologische Verbesserungen

Mit dem Bauprojekt wurden am Standort Bazenheid optimale Rahmenbedingungen für die künftige Energiebewirtschaftung geschaffen. Bereits heute zeigt es sich, dass künftig die Energiebewirtschaftung viel flexibler und optimiert gestaltet werden kann.

Auch konnten im Bereich der Umweltbelastungswerte bereits nach der Betriebsaufnahme der Ofenlinie 3 im Herbst 2021 wesentliche Verbesserungen vermerkt wer-den. Dies betrifft namentlich die Werte von Kohlenstoffoxide (COx), sowie Schwefeldioxid (SO2). Diese Werte konnten gegenüber den Vorgaben der Luftreinhalteverordnung nochmals wesentlich verbessert werden konnten.

Untersuchung Dioxinbelastung

Eine Studie aus Lausanne brachte vergangenes Jahr zum Vorschein, dass Teile der Stadt Lausanne durch die ehemalige Kehrichtverbrennungsanlage mit Dioxin belastet sind. In der Folge wurden auch alle Standorte von Kehrichtverbrennungsanlagen im Kanton St. Gallen überprüft.
Die Untersuchungsergebnisse von 59 Bodenproben (durch das Amt für Umwelt durchgeführt) in der Umgebung von laufenden und stillgelegten Kehrichtverbrennungsanlagen (KVA) zeigen keine auffälligen Belastungen mit Dioxin. Bei allen Standorten, und damit auch in Bazenheid, ist die Dioxinkonzentration so tief, dass von ihnen keine Gefahr ausgeht und der Boden weiterhin uneingeschränkt genutzt werden kann. Als Ursache für das allfällige Vorhandensein der Dioxine kommen Abgase der KVA aus früheren Betriebsjahren in Frage. Heute gelten wesentlich strengere Vorschriften bezüglich der Luftreinhaltung bei Verbrennungsanlagen. Zudem wird die Abluft der in Betrieb stehenden Anlagen regelmässig kontrolliert.

pd. / gossau24.ch