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02.10.2022

Tumulte nach Erstliga-Spiel in Ost-Java

Bei Ausschreitungen nach einem Fussball-Spiel in Ost-Java sind über 100 Personen gestorben. (Archivbild) Bild: KEYSTONE/AP/FIRDIA LISNAWATI
Indonesien – Bei schweren Ausschreitungen im Anschluss an ein Fussball-Spiel in der indonesischen Provinz Ost-Java sind mindestens 127 Menschen ums Leben gekommen.

Die Polizei habe Tränengas eingesetzt, um die randalierenden Fans zu zerstreuen, sagte Generalinspektor Nico Afinta am Sonntag bei einer improvisierten Pressekonferenz. 34 Menschen seien auf dem Spielfeld des Kanjuruhan-Stadions gestorben, alle weiteren in Spitäler, sagte Afinta laut dem Radiosender Elshinta und dem Sender tvOne weiter. Zur Ursache für die Tragödie machte er zunächst keine Angaben.

Zu den Ausschreitungen war es nach dem Erstliga-Spiel zwischen Arema FC und Persebaya FC gekommen. Im Anschluss an die 2:3-Niederlage in Malang hatten Tausende Zuschauer den Platz gestürmt. Auf Fotos, die auf der Seite von tvOne veröffentlicht wurden, ist unter anderem ein völlig zerstörtes Auto im Stadion zu sehen. Weitere Bilder zeigen den Platzsturm sowie Rauchschaden auf dem Platz und auf den Tribünen.

"Bei diesem Vorfall sind 127 Menschen gestorben, von denen zwei Mitglieder der Nationalpolizei sind", wird Polizeihauptinspektor Afinta zitiert. Die meisten Menschen sollen laut Afinta an Sauerstoffmangel gestorben sein. Noch rund 180 Menschen sind nach seinen Angaben in Kliniken.

Keystone-SDA