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17.11.2022

Lohnt sich eine Kaffeepadmaschine?

Wie schmeckt der Kaffee am besten? Bild: pexels / karolina grabowska
Kaffeeliebhaber legen auf eine Sache besonders viel Wert: aromatischer und vollmundiger Kaffee, der im Handumdrehen zubereitet ist. Eine Filtermaschine ist zu unhandlich, ein Kaffeevollautomat zu teuer oder zu gross. Daher hat sich ein Trend besonders durchgesetzt – die Kaffeepadmaschine. Das kleine moderne Gerät nimmt nicht nur wenig Platz auf der Küchentheke ein, sondern zaubert mit wenigen Handgriffen auch eine heissen und leckere Tasse Kaffee.

Doch wie funktioniert die Kaffeepadmaschine überhaupt? Worauf sollte man beim Kauf einer Kaffeepadmaschine achten? Und mit welchen Tipps und Tricks schmeckt der Kaffee aus dem Kaffeepad noch besser? All dem und mehr gehen wir in diesem Artikel auf den Grund.

Was versteht man unter einer Kaffeepadmaschine?

Bevor neue Techniken für den ultimativen Kaffeegenuss entwickelt wurden, musste man sich mithilfe einer Kaffeefiltermaschine und losem Kaffeepulver die morgendliche Tasse Kaffee zubereiten. Das hat nicht nur viel Abfall verursacht, sondern auch viel Zeit in Anspruch genommen. So musste zunächst der grosse Filter in den Einsatz gelegt und anschliessend mit Kaffeepulver befüllt werden. Bis der Kaffee durchgelaufen ist, musste man einige Zeit warten. 

Eine Kaffeepadmaschine ist das moderne Pendant zum klassischen Filterkaffee. Die ersten Geräte kamen bereits 1990 auf den Markt und erfreuen sich noch heute an grösster Beliebtheit. Mithilfe von vorportionierten Kaffeepads wird der Kaffee per Knopfdruck aufgebrüht. Nach wenigen Sekunden ist der koffeinhaltige Wachmacher trinkbereit. Dabei findet die Kaffeepadmaschine aufgrund der platzsparenden Grösse in jeder Küche und jedem Büro Platz.

Woher kommen Kaffeepads?

Kaffeepads sind mittlerweile von den unterschiedlichsten Marken erhältlich. Das darin enthaltene Kaffeepulver gibt es in verschiedenen Röstungen – von mild bis zu stark und aromatisch. Für jeden Kaffeetrinker ist etwas dabei.

Die kleinen Wachmacher sind jedoch nichts Neues – bereits in den 1970er-Jahren entstand der erste Prototyp. Der Neapolitaner Antonino di Leva hatte die Idee, Kaffee vorportioniert zu verkaufen, damit jeder von einem einfachen und unkomplizierten Kaffeegenuss profitieren kann. Gemeinsam mit dem bekannten Kaffeeröster Lavazza wurde diese Idee in die Tat umgesetzt. Aufgrund von Familienstreitigkeiten trennten sich die beiden jedoch. Anschliessend etablierte das italienische Unternehmen Illy die Kaffeepads mit dem sogenannten Easy-Serving-Espresso-System auf dem Markt.

Weltweit beliebt wurden die Kaffeepads jedoch erst im Jahr 2001. Der Elektrohersteller Philips entwickelte das „Softpad“ in Zusammenarbeit mit der niederländischen Rösterei Douwe Egberts. Durch den Kaffeepadmaschinen-Hersteller Senseo wurden Kaffeepads schliesslich zur Massenware und dadurch zum Verkaufsschlager.

So funktioniert die Kaffeepadmaschine

Das Prinzip der Kaffeepadmaschine beruht auf dem Zubereitungsverfahren von Filterkaffee. Der massgebliche Unterschied liegt darin, dass das Kaffeepulver in den Kaffeepads bereits vorportioniert ist. Ein Kaffeepad reicht für eine Tasse Kaffee. Dieses wird in das dafür vorgesehene Sieb eingelegt. Nach einer kurzen Aufwärmzeit auf etwa 90 Grad Celsius läuft das Wasser mit einem Druck von 1,4 bar – welches sich in einem kleinen herausnehmbaren Tank befindet – per Knopfdruck durch das Sieb und das Ergebnis ist eine frisch aufgebrühte Tasse Kaffee. Das verwendete Kaffeepad kann anschliessend in der Biotonne entsorgt werden. In der Regel verfügen moderne Maschinen über eine Abschaltautomatik, sodass man sich darüber keine Gedanken machen muss.

Grössere Mengen lassen sich mit einer Kaffeepadmaschine allerdings nicht erreichen. Zwar gibt es Maschinen, die zwei Kaffeetassen auf einmal befüllen können, jedoch eignet sich für eine grössere Menge ein Kaffeevollautomat besser. Daher ist eine Kaffeepadmaschine vor allem in Haushalten lohnend, in denen nur vereinzelt Kaffee genossen wird.

Bild: pd. / gossau24.ch

Mit diesen Tipps und Tricks schmeckt der Kaffee am besten

Kritiker, Baristi oder Kaffeespezialisten merken jedoch häufig an, dass die Qualität des Padmaschinen-Kaffees bei Weitem nicht an den Geschmack eines frisch gemahlenen und aufgebrühten Kaffees herankommt.

Mit ein paar Tipps und Tricks kann man den Kaffeegenuss aus der Kaffeepadmaschine jedoch auf ein höheres Level bringen:

1. Die richtige Kaffeemenge wählen
Da ein Kaffeepad in der Regel rund 7 Gramm Kaffeepulver enthält, kann eine grosse Tasse mit einem Pad eher dünn schmecken. Besser ist es, wenn man eine grosse Tasse Kaffee mit zwei Pads zubereitet, um einen vollmundigen und aromatischen Geschmack zu erhalten.

2. Kaffeepads richtig einlegen
Damit der Kaffee richtig aufgebrüht wird, sind das sorgfältige Einlegen des Kaffeepads und das korrekte Verschliessen massgeblich. Weiterhin sollte das Pad flachgedrückt eingelegt werden, sodass sich der Wasserdruck gleichmässig verteilt.

Darüber hinaus sollte man vor der Zubereitung des ersten Kaffees die Maschine einmal ohne Kaffeepad durchlaufen lassen, um Kaffeereste auszuspülen. Ebenso sollte das Wasser im Tank täglich ausgewechselt werden. Abgestandenes Wasser kann sich negativ auf den Geschmack des Kaffees auswirken.

3. Kaffeepads luftdicht aufbewahren
Damit das Aroma auch nach dem Öffnen der Verpackung erhalten bleibt, lässt man den Kaffee am besten in der Packung, anstatt ihn umzufüllen. Diese sollte nach Anbruch mit einer Klammer oder einem Gummi luftdicht verschlossen werden. Ausserdem sollten die Kaffeepads trocken und kühl gelagert werden – am besten in der Speisekammer oder im Küchenschrank. Feuchtigkeit sowie Fremdgerüche schaden dem Kaffeearoma.

4. Kaffeepadmaschine regelmässig reinigen
Kalkablagerungen sowie andere Verschmutzungen können den pH-Wert des Kaffees beeinflussen. Daher sollte die Maschine regelmässig entkalkt und gesäubert werden. Wer besonders penibel ist, kann sogar gefiltertes Wasser für die Kaffeepadmaschine verwenden, um ein noch besseres Trinkerlebnis zu haben.

Kaufkriterien der Kaffeepadmaschine

Bevor man sich ein Gerät zulegt, sollte man die Produktbeschreibung der Kaffeepadmaschine genau studieren. Nicht jede Maschine ist gleich – für unterschiedliche Bedürfnisse gibt es verschiedene Modelle und Funktionen.

Folgende Kriterien sollten daher vor dem Kauf beachtet werden:

1. Maximale Füllhöhe
Die maximale Füll- und Tassenhöhe gibt Aufschluss darüber, welche Tassengrösse die Padmaschine befüllen kann.

2. Milchaufschäumer
Wer seinen Kaffee gerne mit Milchschaum trinkt, sollte auf ein Modell mit Milchaufschäumer setzen.

3. 2-Tassen-System
Gibt es mehrere Kaffeetrinker im Haushalt, lohnt sich ein Blick auf eine Maschine mit einer 2-Tassen-Funktion. So können zwei Tassen Kaffee auf einmal zubereitet werden, ohne dass eine Wartezeit zwischen den einzelnen Zubereitungen liegt.

So wird die Kaffeepadmaschine gereinigt und gepflegt

Damit der Kaffee immer frisch schmeckt, ist die Reinigung und Pflege der Kaffeepadmaschine massgeblich. Glücklicherweise ist das Prozedere vergleichsweise einfach und erfordert nicht viel Aufwand.
Die Einzelteile der Maschine können in der Regel in der Spülmaschine gereinigt werden. Hierfür sollte man allerdings die Angaben des Herstellers beachten. Überdies ist es sinnvoll, das Gerät in regelmässigen Abständen zu entkalken. Je nach Qualität des Wassers in der jeweiligen Region kann dies öfter oder weniger oft notwendig sein.

Wie genau der Entkalkungsprozess funktioniert, ist aus der Bedienungsanleitung der Kaffeepadmaschine ersichtlich. Ein entsprechendes Entkalkungsmittel wird in den Wassertank der Maschine gegeben und anschliessend kann der Reinigungsprozess per Knopfdruck gestartet werden. Ist das komplette Wasser samt Entkalkungsmittel durchgelaufen, sollte der Wassertank mit klarem Wasser ausgespült werden. Nachfolgend ist es ratsam, die Maschine in mehreren Durchgängen mit sauberem Wasser durchlaufen zu lassen, um Rückstände des Entkalkers zu entfernen.

Sollte man diesen Prozess nicht regelmässig durchführen, können die Kalkablagerungen die Lebensdauer der Kaffeepadmaschine beeinflussen. Daher ist eine ausreichende Pflege für einen langfristigen Kaffeegenuss besonders wichtig.

pd. / gossau24.ch