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Wirtschaft
14.09.2020
14.09.2020 16:16 Uhr

"Next Step" für Aepli-Projekt im Gebiet Sommerau

Die Aepli Invest AG plant im Gebiet Sommerau Nord zwei Produktionshallen und ein Bürogebäude. Die Stadt ändert die Sonderbauvorschriften in diesem Gebiet, um diese Bauten zu ermöglichen. Auch wird die Erschliessung des Areals geregelt. Die erforderlichen Pläne liegen bis 16. Oktober öffentlich zur Einsicht auf.

Im Jahre 2014 hat die Stadt den Teilzonenplan Sommerau Nord sowie den Überbauungsplan Sommerau Nord erlassen, um eine Fläche von rund 9.2 Hektaren in die Gewerbe-Industriezone zuzuteilen. Die heutige Eigentümerschaft Aepli Invest AG will das Baugebiet in fünf grosse Baufelder aufteilen. Das grösste Baufeld ist für den neuen Firmensitz der Aepli Metallbau AG vorgesehen. Aufgrund dieser neuen Bedürfnisse des heutigen Grundeigentümers soll der rechtskräftige Überbauungsplan Sommerau angepasst werden. Die nötige Änderung hat der Stadtrat beschlossen.

Erschliessung für Langsamverkehr

Das Areal Sommerau Nord soll mit einem Minimum an Verkehrsflächen erschlossen werden; dazu genügt eine einzige Strasse ab dem Autobahnzubringer. Diese arealinterne Erschliessungsstrasse für den Verkehr ab Autobahnzubringer verläuft neu primär in Nord-Süd-Richtung statt in Ost-West-Richtung.

Die Grösse und die Lage des Baugebietes stellt hohe Anforderungen an die Zugänglichkeit für den Langsamverkehr. Eine zwingende Prämisse für das Einzonungsverfahren ist, dass der Langsamverkehr über zwei Zugänge auf das Areal zu führen sei.  Auf drei Seiten ist das Grundstück aber umgeben von der Bahnlinie, der Autobahn A1 und dem Autobahnbringer, worüber kein Langsamverkehr geführt werden darf. Die vierte Seite grenzt an die Landwirtschaftszone. Einerseits kann Fuss- und Veloverkehr über einen vorhandenen Weg in das Gebiet Sommerau geleitet werden. Anderseits muss aber eine neue Fuss- und Velobrücke erstellt werden. Diese wird die Bushaltestelle Langfeld mit dem Areal Sommerau Nord verbinden. Der Stadtrat hat diese Strassenprojekte genehmigt. Das Stadtparlament hat dem städtischen Kreditanteil von CHF 5.2 Mio. zugestimmt. Am 29. November findet darüber eine Volksabstimmung statt.

Bauvorhaben Aepli Metallbau AG

Die Aepli Metallbau AG plant, ihren Betriebsstandort von der Industriestrasse weg zu verlegen. Am Standort Sommerau sollen zwei Produktionshallen mit Bürogebäude im Volumen von rund 160'000 m3 entstehen. Darin werden rund 150 Arbeitsplätze untergebracht. Zum Schutz vor Imissionen der Autobahn soll eine Lärmschutzwand entlang der A1 gebaut werden. Eine weitere Forderung aus der Einzonung betrifft die Erstellung eines Gebietes für ökologische Vernetzung entlang der SBB-Linie. Für all diese Bauvorhaben sind Baugesuche eingereicht und derzeit bei der Baukommission in Prüfung.

Öffentliche Auflage im Fürstenlandsaal vom 17. September bis 16. Oktober 2020

Mit diesen Planungen haben umfangreiche Arbeiten ihren Abschluss gefunden. Als nächstes stehen die rechtlichen Verfahren an. Die Erlasse sowie die Baugesuche liegen öffentlich auf können vom 17. September bis 16. Oktober im Foyer des Fürstenlandsaals in Gossau öffentlich eingesehen werden.

 

 

Aepli Metallbau konzentriert Produktion in der Sommerau

  • Aepli Metallbau AG

Die Aepli Metallbau AG beschäftigt rund 175 Mitarbeitende sowie 12 Lernende und hat sich auf dem Gebiet des Glas-Aluminium-Fassadenbaus spezialisiert. Die 1913 in Gossau gegründete Firma wird heute in der dritten Generation von Roman Aepli geführt. Mit dem Erwerb des Areals Sommerau schafft das Unternehmen die Voraussetzung, seine heute auf drei Standorte verteilte Produktion an einem Ort zusammenzufassen. Roman Aepli: «Mit dem Kauf des Areals Sommerau geht ein grosser Wunsch von mir in Erfüllung. Damit stellen wir unsere langfristige Zukunft in Gossau sicher. Zudem werden wir stark in neueste Produktionstechniken und Digitalisierung investieren. Vor allem für die Automatisation wird viel Platz benötigt, da bietet uns die Sommerau den idealen Standort.»

Stadt Gossau / Aepli Metallbau AG / jg