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Kultur
29.12.2019
04.01.2020 16:57 Uhr

ROTARY CLUB FÜRSTENLAND - WEIHNACHTSFEIER MIT BESONDEREN GÄSTEN

(JG) Beat Antenen mit weihnachtlichen Gedanken, Rotarier Fritz Wüthrich am Saxophon und der 16-jährige Noel Rütti am Piano sorgten für ein beeindruckendes Rahmenprogramm der Weihnachtsfeier 2019 des Rotary Clubs Fürstenland in Andwil. Der junge Klaviervirtuose und Friedberg-Schüler spielte sich mit seinen Stücken in die Herzen der Teilnehmenden und war gleichzeitig ein glänzendes Beispiel für die erfreulichen Früchte, die das ROKJ-Projekt der Rotary Clubs aus unserer Region trägt.

Die Weihnachtsfeier 2019 des Rotary Clubs Fürstenland, organisiert durch Präsident Walter Meile und Programmchef Peter Bruhin, war geprägt durch einen stimmungsvollen Auftakt beim weihnachtlich geschmückten Schwatzspycher von Cornelia Knupp in Andwil mit feinen Marroni von Leo Staub und musikalischer Umrahmung durch Fritz Wüthrich. Beim anschliessenden Nachtessen im Gasthaus Sonnental kamen die Mitglieder des Serviceclubs in den Genuss kultureller und kulinarischer Höhepunkte.

Nachfolgend finden Leserinnen und Leser Impressionen von der Weihnachtsfeier des Rotary Clubs Fürstenland sowie Informationen zum ROKJ-Projekt und ein Interview mit dem Gymnasiasten und Klavierschüler Noel Rütti.

Feierliche Atmosphäre beim Schwatzspycher in Andwil (Kurzclip)

https://www.facebook.com/gossau24.ch/videos/1590461804427999/

Noel Rütti begeistert auch am E-Piano (Kurzclip)

https://www.facebook.com/gossau24.ch/videos/1064724977193370/

ROKJ Fürstenland-Toggenburg ROJK ist ein Gemeinschaftsprojekt der Rotary Clubs Flawil, Toggenburg, Neckertal, Wil und Fürstenland sowie des Inner Wheel Clubs Fürstenland-Toggenburg. Die Organisation unterstützt wirtschaftlich und sozial benachteiligte Kinder und Jugendliche unserer Region. ROKJ hat das Ziel, die Begabungen und die Fähigkeiten der unterstützten Kinder nachhaltig zu fördern. Insgesamt hat ROKJ Fürstenland-Toggenburg seit dem Start im Juni 2013 finanzielle Unterstützung in der Höhe von 170‘894 Franken gesprochen.

Noel Rütti gibt Auskunft Aus einem Interview, das Claudia Josef, Verantwortliche des ROKJ-Newsletters, mit Noel Rütti geführt hat. Der begabte Klavierschüler aus Andwil wird von ROKJ seit März 2018 unterstützt.

Noel Rütti, können Sie sich vorstellen? N. R.: Am 2. September 2019 bin ich 16 Jahre alt geworden und hier im schönen Andwil, Kanton St. Gallen, aufgewachsen. Es freut mich nun ganz besonders, dass ich nun Roller fahren darf. Das erleichtert mir einiges – auch den Weg zu meiner Klavierlehrerin. Ich bin eine offene, freundliche, interessierte und aufgeschlossene Person, die gerne mit Freunden, aber auch mit meiner Familie zusammen ist. Im späteren Leben möchte ich gerne mit Personen arbeiten. Darum liebäugle ich mit den beiden Berufen Lehrer oder Musiklehrer. Seit zwei Jahren bin ich bei der Musikschule Fürstenland in Gossau. Dort nehme ich bei meiner Mentorin und Förderin, Elisabeth Ehrat, Klavierunterricht.

Wie sind Sie zum Klavierspielen gekommen? N. R.: Mein älterer Bruder Remo hatte ein Keyboard. Darauf spielte er seine Lieder. Ich versuchte es ihm gleich zu tun und eiferte ihm nach. Das Spielen habe ich mir dadurch grösstenteils selber mittels YouTube Videos beigebracht. Am Gymnasium Friedberg werden alle Matura Typen absolviert. Dazwischen schliessen die Schülerinnen und Schüler die 2-jährige Künstler-Matura ab. Die Gymnasiasten wählen zwischen den Fächern Musik und Zeichnen. Ich entschied mich für das Fach Musik. Das Klavier ist mein Instrument. In der Anfangsphase gab es viel verpassten Stoff aufzuholen. Seit gut 2 Jahren spiele ich nach den Vorgaben von Frau Elisabeth Ehrat intensiv.

Spielen Sie noch weitere Instrumente? N. R.: Früher wollte ich mal Gitarre spielen können. Schlussendlich ist es eher beim Wollen geblieben. Ich habe schnell gemerkt, dass das Klavier mein Ding ist. Gerne bin ich auch engagiert im klassenübergreifenden Friedberg-Chor mit rund 50 Mitgliedern. Die verschiedenen Konzerte- und Musical-Aufführungen beleben unseren schulischen Alltag. Ganz besonders bleibt mir die Aufführung des Musicals «PIPPIN» aus dem Jahre 2018 in bester Erinnerung. Das war eine grosse und unvergessliche Sache. Vorausgegangen sind ansprechende, vielseitige und intensive Probephasen. Nur gut, ist mir das Auswendiglernen nicht allzu schwergefallen. «PIPPIN» ist ein US-amerikanisches Broadway-Musical mit Musik und Songtexten von Stephen Schwartz. Ich singe zwar immer noch gerne im Chor, durch den Stimmbruch jedoch fällt mir in letzter Zeit das Singen als Sopran schwerer.

Geben Sie schon Konzerte? Wo dürfen wir Ihren Klängen lauschen? N. R.: Ich habe schon an Abschlussfeiern des Friedberger Gymnasiums, bei Gönneranlässen derselben Schule, an ehemaligen Feiern oder Weihnachtsfeiern, bei Gottesdiensten auf der Orgel sowie an verschiedenen Vortragsübungen der Musikschule gespielt. Ich spiele einfach überall gerne.

Wann werden Sie Ihre Reifeprüfung ablegen? Welche Zukunftsperspektiven hegen Sie anschliessend? N. R.: Die Musik Matura im Fachbereich Klavier werden ich, wenn alles klappt, im Januar 2020/21 und die schulische Matura im Juni 2022 abschliessen. Die grossen Hauptprüfungen werden im Mai des gleichen Jahres stattfinden. Die Matura ist für mich etwas sehr Wichtiges, worauf ich heute schon hinarbeite. Mit der Matura habe ich den Schlüssel zu allen Universitäten auf der ganzen Welt. Heute bin ich noch offen, wenn es um meine berufliche Zukunft geht. Mein beruflicher Werdegang wird aber bestimmt von der Musik geprägt und geleitet sein. Eine passende Möglichkeit könnte das Konservatorium sein. Als Organist in einer Kirche sehe ich mich eher weniger. Auch eifere ich meinen beiden Musiklehrern nach. Zur Musik-Matura gehört nicht nur virtuos auf dem Klavier zu tanzen, sondern das theoretische Wissen zur richtigen Zeit abzurufen. Da gehört Geschichte (Barock, Renaissance, Romantik etc.) genauso dazu, wie die Komponisten Beethoven, Mozart und viele andere. Ich spiele lieber als dass ich komponiere, nichtsdestotrotz wird es doch auch gefordert, eigene Lieder, ob klassisch oder neumodern, zu schreiben. Die musikalische Theorie ist ebenso wichtig und beinhaltet z. B. Intervall oder Quinte herauszuhören. Ich höre fast jeden Musikstil. Zur Konzentration, um schulische Arbeiten erledigen zu können, höre ich doch am liebsten Klassisch. Ich übe tägliche bis zu einer Stunde und am Wochenende schon mal mehr.

Welche Hobbies haben Sie? N. R.: Als Ausgleich und als Hobby game ich gerne mit meinem Bruder, seiner Frau und weiteren Familienmitgliedern. Auch bekoche ich meine Eltern sehr gerne. Das Menü planen gehört genauso dazu wie das Einkaufen. Eine weitere Leidenschaft ist das Töff fahren.

N. R.: Ich lebe für einen erfolgreichen Maturaabschluss. Ein herzliches Dankeschön an ROKJ Fürstenland Toggenburg für die tolle Unterstützung. Sie hilft mir, meinen Traum zu verwirklichen.

ROKJ Unterstützung in Zahlen

  • 170‘894 Franken an Geldern gesprochen und 398 Gesuche bewilligt
  • 133 Mal sportliche Aktivitäten unterstützt
  • 128 Mal Kindern Musik- oder Tanzunterricht ermöglicht
  • 39 Mal die Kosten für eine Kinderbetreuungübernommen
  • 34 Mal ein Lager finanziert
  • 22 Gesuche für Ausbildungen bewilligt
  • 6 Mal für eine Therapie oder Coaching sowie
  • 36 Mal anderes ermöglicht, vom Fahrrad bis Theater spielen
Weitere Informationen sind zu finden unter: https://rokj.ch/regionen/fuerstenland-toggenburg/
Ein Wort zum Schluss?