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04.12.2019
04.01.2020 16:59 Uhr

GOSSAU: HALLENBAD SOLL OHNE AUSSENBECKEN GEPLANT WERDEN, ABER...

Das neue Gossauer Hallenbad wird ohne beheiztes Aussenbecken geplant. Das Stadtparlament hat am 3. Dezember 2019 die 90'000 Franken für dessen Planung mit 17 zu 12 Stimmen abgelehnt. Den Planungskredit von 3,68 Mio. Franken für das erste Modul der Sportanlagen Buechenwald hat es einstimmig beschlossen. - Unmittelbar im Anschluss an die Sitzung des Stadtparlaments hat die IG Sport Region Gossau eine Inititative "Pro Hallenbad mit Aussenbecken" lanciert, deren formale Korrektheit jetzt vom Stadtrat geprüft werden muss.

(parl.) Das neue Hallenbad Buechenwald ist das Schlüsselprojekt bei der Umsetzung des Gossauer Masterplans Sportanlagen und Bestandteil des ersten Moduls mit einem Investitionsvolumen von rund fünfundfünfzig Millionen Franken. Hierfür hatte der Stadtrat einen Projektierungskredit von 3,77 Millionen Franken beantragt. Das erste Modul umfasst ein Hallenbad mit Aussenbecken, vier Fussballplätzen mit Tribüne sowie verschiedenen Aussenanlagen. Der Hauptanteil des Baukredites von 3,68 Mio. Franken war in der parlamentarischen Diskussion unbestritten.

Heisse Debatte über beheiztes Aussenbecken

Ganz anders die Kredittranche von 90'000 Franken für das beheizte Aussenbecken. Die vorberatende Kommission beantragte darüber separat abzustimmen. Vertreter von CVP und SP sprachen sich für diese Planung und den Kredit aus. Nur damit könnten die gesicherten Grundlagen für den Entscheid beschafft werden, ob Gossau ein solches Becken brauche.

Verschiedene Befürworter argumentierten auch damit, es sei nicht konsequent, für den Projektwettbewerb Hallenbad die Option Aussenbecken zu verlangen, dieses nun aber nicht zu projektieren. Damit nehme man der Stimmbürgerschaft die Möglichkeit, mit dem Baukredit darüber zu befinden.

Umwelt und Wirtschaftlichkeit als Argumente

Vertreter von SVP, FDP und FLiG votierten gegen die Planung des Aussenbeckens. Sie machten insbesondere den hohen Energieverbrauch eines solchen Beckens und wirtschaftliche Überlegungen geltend. Als gewählte Volksvertreter sei es ihre Aufgabe, diese Frage zu entscheiden.

Stadträtin Gaby Krapf freute die grundsätzliche Zustimmung aller Parteien für das erste Modul des Masterplans. Die Diskussion über das Aussenbecken gäben die gespaltene Haltung im Parlament wieder.

Mehrheit gegen Projektierungskredit für Aussenbacken

Das Parlament stellte sich einstimmig hinter die geplante Reihenfolge für die Umsetzung der drei Module des Masterplans. Zuerst werden in zwei Modulen sämtliche Anlagen im Gebiet Buechenwald realisiert und abschliessend wird das Modul Rosenau umgesetzt. Auch den Projektierungskredit von 3,68 Mio. Franken hat das Parlament einstimmig angenommen. Mit Namenaufruf wurde der Projektierungskredit für das optionale Aussenbecken mit 12 zu 17 Stimmen abgelehnt.

https://www.facebook.com/gossau24.ch/videos/3147222601958951/

Volksinitiative für geheiztes Aussenbecken der IG Sport Region Gossau

Ob diesbezüglich das letzte Wort gesprochen ist, ist allerdings offen. Denn unmittelbar nach Sitzungsende übergaben Vertreter der IG Sport dem Stadtpräsidenten Wolfgang Giella eine Volksinitiative zur Prüfung. Damit wird die Planung eines Aussenbeckens beim neuen Hallenbad gefordert.

Übergabe des Initiativtext-Entwurfs an Stadtpräsident Wolfgang Giella