Home Region Sport Magazin In-/Ausland Agenda
Stadt Gossau
14.12.2020
14.12.2020 09:59 Uhr

Eignerstrategie für Gossauer Stadtwerke

Der Gossauer Stadtrat hat die Eignerstrategie für die Stadtwerke Gossau beschlossen. Zudem wurde die Strategie für die städtischen Liegenschaften festgelegt und die Planung der Fuss- und Veloquerung Bahnhof gestartet.

Die Stadtwerke Gossau sind ein unselbständiges öffentlich-rechtliches Unternehmen der Stadt Gossau im Departement Versorgung Sicherheit. Sie versorgen rund 10'500 Kunden mit Elektrizität, Wasser, Gas und betreiben das städtische Glasfasernetz. Der Stadtrat definiert mit der Eignerstrategie die Leitplanken für das Versorgungsunternehmen und dessen Entwicklung aus Sicht des Eigentümers.

Die Kommission Stadtwerke und die Geschäftsleitung leiten daraus die Unternehmensstrategie ab. Diese wiederum ist Grundlage für die Führung auf der Unternehmensebene. Im operativen Geschäft muss sich das Versorgungsunternehmen in den sich öffnenden und rasant entwickelnden Energiemärkten als innovativer, wettbewerbsorientierter und kundenfokussierter Dienstleister behaupten. Die Eignerstrategie deckt die Themenfelder Versorgungssicherheit, Leistungsangebot, Wirtschaftlichkeit und Finanzen ab, gibt die sozialen und personalpolitischen Ziele vor und setzt den Rahmen für die Belange von Nachhaltigkeit und Ökologie. Die Strategie ist online einsehbar: www.stadtgossau.ch/eignerstrategie

Strategie für die städtischen Liegenschaften

Liegenschaften im Finanzvermögen der Stadt Gossau sollen für die Öffentlichkeit einen Mehrwert bringen und marktüblich rentieren. Bei der Veräusserung einer Liegenschaft steht künftig das Baurecht im Vordergrund. Dies sind wesentliche Stossrichtungen der städtischen Liegenschaftsstrategie.

Liegenschaften im Besitz der öffentlichen Hand, die nicht für die Erfüllung von öffentlichen Aufgaben benötigt werden, zählen zum Finanzvermögen. In seiner Grundstückstrategie hat der Stadtrat festgelegt, was ausschlaggebend ist, um derartige Liegenschaften zu erwerben, veräussern oder behalten.

Mehrwert für die Öffentlichkeit
Eine Liegenschaft im städtischen Grundstück-Portfolio muss einen Mehrwert für die Öffentlichkeit bringen. Ein solcher kann darin liegen, dass mit dem Grundstück Ziele der Stadt- und Raumentwicklung erreicht werden. Auch wenn auf dem Grundstück ein Bauvorhaben verwirklicht werden kann, dass zur ausgewogenen Bevölkerungsstruktur oder zur Schaffung oder dem Erhalt von Arbeitsplätzen beiträgt, stellt dies einen Mehrwert dar. Mit den Liegenschaften im Finanzvermögen will die Stadt zudem eine marktübliche Rendite erwirtschaften.

Abgabe vor allem im Baurecht
Sollte die Stadt ein Grundstück veräussern, geschieht dies künftig in erster Linie im Baurecht. Damit kann der Berechtigte das Grundstück während Jahrzehnten nutzen, aber die Stadt bleibt Eigentümerin und profitiert langfristig von der Wertentwicklung. Vom Baurecht will der Stadtrat nur absehen bei kleinen oder schlecht nutzbaren Parzellen oder wenn das Baurecht den Wert der Liegenschaft unverhältnismässig vermindern würde.

Bei der Festsetzung des Baurechtszinses oder des Verkaufspreises strebt die Stadt einen Marktpreis an. Einzig wenn ein Grundstück an eine gemeinnützige Organisation veräussert wird, kann die Stadt unter den Marktwert gehen.

Planung Fuss- und Veloquerung Bahnhof gestartet

Im Sommer 2020 haben Stadtrat und Stadtparlament Gossau die Volksinitiative «Fuss- und Veloquerung Bahnhof Gossau» genehmigt. Nun hat der Stadtrat ein Fachteam beauftragt, eine Studie auszuarbeiten. Im Herbst 2021 sollen die Grundlagen für die konkrete Planung vorliegen.

In der Gossauer Bahnhofunterführung ist Velofahren verboten. Und die Route über die Herisauerstrasse ist aufgrund der grossen Verkehrsbelastung insbesondere für ungeübte und unsichere Velofahrende nicht attraktiv. Eine zusätzliche Querung oder eine entsprechend ausgebaute Personenunterführung soll das Gebiet südlich der Bahnlinie besser für den Fuss- und Veloverkehr an das Gossauer Zentrum anbinden. Damit würde auch ein attraktiver Zugang zur künftigen Sportwelt Buechenwald entstehen. Dies verlangt eine Volksinitiative, welche im vergangenen Sommer vom Stadtrat und vom Stadtparlament gutgeheissen worden ist. Diese Querung soll im Agglomerationsprogramm 4. Generation zur Mitfinanzierung durch den Bund eingegeben werden.

Wo die Querung sinnvollerweise erstellt und wie sie gut an das Fuss- und Velowegnetz von Gossau angeschlossen werden kann, soll eine Studie zeigen. Der Stadtrat hat ein Team aus Ingenieuren, Architekten und Verkehrsplanern mit dieser Studie beauftragt. Dieses Team hat grosse Erfahrung mit derartigen Planungen; unter anderem war es massgeblich an ähnlichen Projekten in Oerlikon oder Winterthur beteiligt. Die Fachleute sollen aufzeigen, welche Querungsvarianten machbar sind und dem Stadtrat eine Bestvariante vorschlagen. Die Studienerarbeitung wird von den SBB und den Appenzeller Bahnen begleitet.

Stadt Gossau