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Leserbrief
Stadt Gossau
21.04.2021
21.04.2021 09:55 Uhr

"Wo ist der Öffentliche Verkehr ins Niederdorf?"

Bild: gossau24.ch
Victor Ledergerber, Geschäftsführer der Freihof Brauerei & Hofstube, mit einer Replik zur Stellungnahme der SP betreffend vorgeschlagener Anpassung des Parkierungsreglements der Stadt Gossau.

Die FREIHOF AG Brauerei & Hofstube an der Flawilerstrasse ist eine der „Zielscheiben“ des Stadtrates, wenn es um die geplante Bewirtschaftungspflicht der 115 Parkfelder geht. Im Antrag an das Stadtparlament wird gefordert, dass alle Eigentümer mit über 50 Parkplätzen innerhalb von 3 Jahren  verpflichtet werden, diese zu bewirtschaften. Konkret heisst dies, für das Parkieren Geld zu kassieren. In einer Stellungnahme verlangt die SP Gossau eine noch raschere Gangart mit einer Umsetzung innerhalb Jahresfrist und schon ab 20 Parkplätzen. Diese Forderungen sind absurd.

Der Freihof wird sich mit allen rechtlichen Möglichkeiten gegen diese Bewirtschaftungspflicht wehren. Unter dem Motto „Nur die dümmsten Kälber wählen ihre Metzger selber“ würden wir mit einer Parkgebühr einen unserer Hauptvorteile aufgeben. Wir sind abseits des Zentrums und unsere Besucher sind auf gute Parkierungsmöglichkeiten angewiesen. Seit vielen Jahren fordert die IG Niederdorf und wir die Anbindung unseres Quartiers an den Öffentlichen Verkehr. Doch die Gossauer Politik tut sich schwer mit diesem Anliegen. Stattdessen soll das Niederdorf zum Gossauer „Ballenberg“ werden, gemäss Ziel der veröffentlichten Schutzverordnung. Die SP als „Patronin“ des ÖV muss sich dafür einsetzen, dass das Niederdorf als letztes Gossauer Quartier endlich einen Anschluss an das Busnetz erhält. Dieser Einsatz wäre gewinnbringender als die Verkehrsverhinderungspolitik.

Victor Ledergerber, Geschäftsführer Freihof AG, Gossau