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Lifestyle
07.06.2021
07.06.2021 15:30 Uhr

Jagdgesellschaft Gossau rettet Rehkitze mit Drohnen

Mit neuster Technologie werden Rehkitze im hohen Gras gefunden. Bild: Jagdgesellschaft Gossau
Seit vielen Jahren engagiert sich die Jägerschaft in den Monaten Mai und Juni für die Rettung von Rehkitzen vor dem Mähtod. Durch den Einsatz von immer leistungsfähigeren Mähmaschinen hat das Thema „Kitzrettung“ an Bedeutung gewonnen. Die Technik der Kitzrettung hat sich in dieser Zeit auch weiterentwickelt – heute stehen Möglichkeiten von Drohnen mit Wärmebildkamera zur Verfügung.

Das Thema der „Kitzrettung mit Drohnen“ ist auch in der Landwirtschaft offen aufgenommen und begrüsst worden. 

Die Jagdgesellschaft Gossau wird durch ein Pilotinnenteam unterstützt, welches die Ausbildung wie auch die Drohne inkl. Wärmebildkamera komplett privat finanziert hat.

Auf dem Wärmebild, das die Drohne aufnimmt, sieht man die Ruheplätze der Rehkitze und kann sie so orten. Bild: Jagdgesellschaft Gossau

Die Drohne kann einen vordefinierten Flugplan autonom abfliegen. Die abzufliegenden Felder werden mit Wegpunkten und Flughöhen vordefiniert. Während des Flugs sendet die Wärmebildkamera aktuelle Bilder in Echtzeit auf die Monitore der Kitzretter. Wird anhand des Wärmebildes ein Rehkitz erkannt, wird dieses gerettet.

Dank der Fronarbeit von vielen Freiwilligen kann so Tierleid vermieden werden. Allen, welche sich für das Tierwohl und die Kitzrettung einsetzen, gebührt an dieser Stelle ein herzlicher Weidmanndank!

Sind die Rehkitze gefunden, entgehen sie möglichen Verletzungen beim Schnitt des hohen Grases. Bild: Jagdgesellschaft Gossau
«Ein Grossteil der Bevölkerung ist sich nicht bewusst, dass wir um die Stadt Gossau herum viele wild lebende Tiere haben, die auf einen natürlichen und ungestörten Lebensraum angewiesen sind.»
Reto Broger, Obmann Jagdgesellschaft Gossau
C. Schönenberger / Jagdgesellschaft Gossau