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Leserbrief
Kanton SG
20.09.2021
22.09.2021 08:17 Uhr

"Wo nur ist jetzt dieser Stadt-Land Graben?"

Bild: gossau24.ch
Trudi Weibel aus Gossau nimmt in einem Leserbrief Stellung zum Thema *Stadt-Land Graben", das in Medien der Region unter dem Titel "Wer die Städter beschimpft, verkennt die Situation“ aufgegriffen wurde.

Ja, Stadtbewohner sehen naturgemäss oft Einiges etwas anders als Landbewohner, was umgekehrt auch gilt. Und ja, bei gewissen Vorlagen stimmt deshalb die Landbevölkerung hie und da etwas anders als die Städter. Aber genau hier liegt ja die Kunst des Politisierens, wenn es darum geht, bei Abstimmungen einen Kompromiss zu finden, mit dem möglichst viele Bürger leben können, egal ob sie in der Stadt oder auf dem Lande wohnen. Da braucht es kluge politische Köpfe und viel Fingerspitzengefühl, um den Bürgern die verschiedenen Standpunkte zu erklären.

Von einem Graben zu reden, wie dies der Gemeindepräsident von Andwil Toni Thoma macht, ist hier völlig fehl am Platz, entzweit die Gesellschaft und bringt im Endeffekt gar nichts. Es geht hier „nur“ um eine andere Sichtweise! Und genau hier fängt ihre Pflicht als Politiker den Bürgern gegenüber an. Opportunismus ist fehl am Platz. Stadt und Land brauchen einander, Stadt und Land müssen zwingend zusammenarbeiten und in Gesprächen Lösungen zum Wohle der ganzen Bevölkerung suchen. Etwas Schlechtes herbeizureden kann für den gesellschaftlichen Frieden brandgefährlich sein!

Trudi Weibel, Rehburgstrasse 14 , Gossau