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Stadt Gossau
22.09.2021

Gossau will Mobilität verbessern

In einer ersten Phase können Organisationen mit direktem Bezug zum Mobilitätsthema Stellung nehmen zum Entwurf der Mobilitätsstrategie. Die Bevölkerung wird nächstes Jahr beim daraus abgeleiteten Gesamtverkehrskonzept mitwirken können. Bild: gossau24.ch
Wie lässt sich in Gossau die Mobilität auf dem bestehenden Strassennetz besser abwickeln? Um diese Frage zu klären und die Grundlage für Massnahmen zu schaffen, erarbeitet die Stadt Gossau eine Mobilitätsstrategie. Nun können Organisationen mit direktem Bezug zu Mobilitätsthemen zu einem ersten Entwurf Stellung nehmen.

Die Gossauer Mobilitätsstrategie soll in den Grundzügen aufzeigen, wie die steigende Nachfrage im Verkehr befriedigt und ohne den Neubau oder Ausbau von Strassen geleistet werden kann. Denn die Zweckmässigkeitsbeurteilung (ZMB) zur Zentrumsentlastung von 2017 zeigte, dass zusätzliche Strassen das Stadtzentrum nicht wunschgemäss entlasten würden.

Nachhaltig und stadtverträglich

Folglich muss Gossau Lösungen auf dem bestehenden Strassennetz finden. Entsprechend hat der Stadtrat die Erarbeitung einer Mobilitätsstrategie eingeleitet. Übergeordnete Zielvorgabe dafür ist eine nachhaltige und stadtverträgliche Mobilität. Schädliche Lärm- und Luftemissionen sollen reduziert und flächensparende Verkehrsmittel wie Fuss-, Velo- und öffentlicher Verkehr gefördert werden. Diese Mobilitätsstrategie liegt nun im Entwurf vor. Sie ist im Auftrag des Gossauer Stadtrats mit Verkehrsplanern und mit Partnern wie dem Kanton St. Gallen erarbeitet worden.

Attraktivere Angebote schaffen

Die Strategie umfasst sechs Teilstrategien. Hauptziel der drei Teilstrategien Fussverkehr, Veloverkehr und öffentlicher Verkehr ist es, die Attraktivität des jeweiligen Angebots zu steigern, sodass diese Verkehrsformen gerne häufiger genutzt werden. Der motorisierte Individualverkehr soll gemäss Strategieentwurf energieeffizient und siedlungsverträglich gestaltet werden.

Mittels Verkehrsmanagement soll der Verkehr im Zentrum verstetigt und der öffentliche Verkehr bevorzugt werden. Die fünfte Teilstrategie betrifft den ruhenden Verkehr. Die Teilstrategie Mobilitätsmanagement umfasst kommunikative Begleitmassnahmen, Beratungsangebote für Bauherren und Unternehmen sowie zusätzliche Anreize für Verkehrsteilnehmende, zum Beispiel Sharingangebote.

Noch keine Massnahmen

Nun holt der Stadtrat zum Entwurf der Mobilitätsstrategie die Rückmeldung von Organisationen mit einem direkten Bezug zur Mobilität in der Stadt Gossau ein. Ebenfalls zu einer Reaktion eingeladen ist eine parlamentarische Begleitgruppe. Mit einem Informationsanlass hat der Stadtrat heute Dienstag (21. September) diese Vernehmlassungsphase eingeleitet.

Die Mobilitätsstrategie legt neben den Zielen auch die Stossrichtungen zu deren Erreichung fest. Hingegen beinhaltet sie keine Massnahmen. Diese werden in einem nächsten Schritt erarbeitet, im Gesamtverkehrskonzept (GVK). Zum Gesamtverkehrskonzept und damit den konkreten Massnahmen ist eine breite öffentliche Mitwirkung im kommenden Jahr vorgesehen.

 

Stadt Gossau / Kommunikation