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In-/Ausland
24.09.2021

Macron wartet auf Entgegenkommen aus London

Emmanuel Macron, Präsident von Frankreich, während einer Rede im Elysee-Palast. Foto: Gonzalo Fuentes/Reuters Pool/dpa Bild: Keystone/Reuters Pool/Gonzalo Fuentes
Australien – Nach einem Zerwürfnis der Länder im U-Boot-Streit wartet Frankreichs Präsident Emmanuel Macron darauf, dass Grossbritannien mit konkreten Schritten auf ihn zukommt.

Der britische Premierminister Boris Johnson habe in einem Gespräch zum Ausdruck gebracht, dass er die Kooperation der beiden Staaten entlang gemeinsamer Werte und Interessen erneuern wolle, teilte der Élyséepalast in Paris am Freitag mit. Konkret gehe es um Zusammenarbeit beim Klima, beim Anti-Terror-Kampf und im Indopazifik. Macron warte nun auf Vorschläge. In einer Mitteilung betonte Downing Street jedoch lediglich die genannten gemeinsamen Interessen.

Grossbritannien, die USA und Australien hatten vergangene Woche ohne Absprache mit den Verbündeten einen Sicherheitspakt im Indopazifik ins Leben gerufen und damit eine tiefe diplomatische Krise mit Frankreich ausgelöst. Der Pakt liess ein milliardenschweres U-Boot-Geschäft Australiens mit Frankreichs platzen, was in Paris zu wütenden Reaktionen führte. Das Verhältnis zwischen Frankreich und Grossbritannien ist ohnehin angespannt. Streitigkeiten gibt es unter anderem beim Thema irreguläre Migration über den Ärmelkanal.

Johnson hatte Frankreich zuletzt dazu aufgerufen, sich in dem Konflikt zu mässigen und ihm "eine Pause zu gönnen". Dem Élysée zufolge bat er nun um das Gespräch mit Macron. Bereits am Mittwoch hatte Macron mit dem US-Präsidenten Joe Biden telefoniert. In einer Stellungnahme hiess es, sie wollten wieder Vertrauen aufbauen.

Keystone-SDA