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24.09.2021

Biden zu Corona-Auffrischungsimpfungen auf

Joe Biden, Präsident der USA, spricht im State Dining Room des Weißen Hauses in Washington über die Corona-Lage und Impfungen. Foto: Patrick Semansky/AP/dpa Bild: Keystone/AP/Patrick Semansky
USA – Nach der Zulassung von Corona-Auffrischungsimpfungen für bestimmte Bevölkerungsgruppen in den USA hat Präsident Joe Biden dringend dazu aufgerufen, das Angebot zu nutzen.

Biden appellierte am Freitag bei einer Ansprache im Weissen Haus an die Berechtigten, sich eine dritte Impfung geben zu lassen, sobald sie an der Reihe seien. Es sei eine Tragödie, dass noch immer Menschen sterben müssten, weil sie ungeimpft seien. "Bitte lassen Sie das nicht Ihre Tragödie werden", mahnte der Präsident.

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hatte Corona-Auffrischungsimpfungen mit dem Mittel von Biontech/Pfizer für ältere Menschen und Risikogruppen am Mittwochabend genehmigt. Am späten Donnerstag sprach sich schliesslich auch ein Beratergremium der US-Gesundheitsbehörde CDC dafür aus, Auffrischungsimpfungen mit dem Präparat für Menschen ab 65 Jahren zu empfehlen. Zudem sprachen sich die Mitglieder des Gremiums mehrheitlich dafür aus, die Auffrischungsimpfungen mindestens sechs Monate nach den ersten beiden Impfungen für Menschen zwischen 50 und 64 Jahren, die Risikogruppen angehören, zu empfehlen. Für Personen ab 18 Jahren aus Risikogruppen solle dies ebenso möglich sein, nach vorheriger individueller Risiko- und Nutzenanalyse.

Biden sagte, mit den Empfehlungen könne die Mehrheit der Amerikaner, die mit Pfizer/Biontech voll geimpft seien, eine Auffrischungsimpfung bekommen. Die Empfehlung gelte demnach neben Senioren auch für Menschen mit Vorerkrankungen und aus diversen Berufsgruppen, die besonderen Risiken ausgesetzt seien: etwa Mitarbeiter im Gesundheitssystem, Lehrer, Erzieher oder Supermarkt-Angestellte. Millionen Amerikaner, die bereits zu Jahresbeginn oder im Frühling ihre zweite Impfung mit dem Präparat erhalten hätten, könnten sich die dritte Spritze schon heute geben lassen. Er hoffe darauf, dass zu einem späteren Zeitpunkt Auffrischungsimpfungen auf breiter Front ohne Begrenzungen zugelassen würden, und auch für jene, die mit den Präparaten von Moderna und Johnson & Johnson geimpft worden seien.

Der Präsident machte erneut jenen schwere Vorhaltungen, die sich bewusst gegen eine Corona-Impfung entschieden. "Sie richten grossen Schaden an", beklagte er. "Die Weigerung, sich impfen zu lassen, geht auf Kosten von uns allen." Ungeimpfte bevölkerten die Krankenhäuser und nähmen so Kapazitäten für Menschen mit anderen Erkrankungen weg. Sie brächten auch die wirtschaftliche Erholung im Land in Gefahr.

Keystone-SDA