AUS DEM SCHULRAT GOSSAU: ZWEI GLEICHWERTIGE OBERSTUFENZENTREN

„Die Schule Gossau führt eine Oberstufe mit zwei gleichwertigen Oberstufenschulhäusern.“ So lautet der Kernsatz der „Strategie Oberstufe“, welche der Schulrat verabschiedet hat. Zudem werden im nächsten Jahr die Schülertransporte ab Schuljahr 2020/21 neu ausgeschrieben.


Der Schulrat hat die Sanierung und Erweiterung des Oberstufenzentrums Rosenau zum Anlass genommen, die Strategie für die Oberstufe zu überarbeiten. Dabei hat er auch die Erfahrungen im vergangenen Jahr beachtet und die Auswirkungen aufzunehmen versucht, die sich durch den Wandel der Mädchensekundarschule zur Mädchenoberstufe ergeben könnten.

Geschlechterverteilung verbessern

Im nun verabschiedeten Strategiepapier sind strategische Grundsätze formuliert, welche sich aus der grundsätzlichen Gleichwertigkeit der beiden Oberstufenzentren Buechenwald und Rosenau ergeben. So sollen diese künftig einheitlich auftreten, infrastrukturell gleichwertig ausgerüstet sein und von zwei hauptamtlichen und gleichberechtigten Schulleitern geführt werden.

In beiden Schulhäusern sollen möglichst gleichviele Klassen unterrichtet werden. Die neuen Schülerinnen und Schüler werden die beiden Schulhäuser gemeinsam zuteilen. Dabei wird auf eine ausgewogene Geschlechterverteilung geachtet. Schliesslich werden die beiden Schulleiter und die Lehrpersonen noch stärker projektbezogen zusammenarbeiten. Die Strategie enthält zudem eine Reihe von Merkpunkten und Massnahmen zur Umsetzung.

Zwei Schulräte für jede Schuleinheit

Der Schulrat hat weiter die Aufsicht für die fünf Schuleinheiten der Schule Gossau festgelegt. Jeweils zwei Ratsmitglieder kümmern sich um den Kontakt zu den fünf Schuleinheiten. Jede Zweierdelegation besteht aus einem schulhausverantwortlichen Mitglied des Schulrats sowie einem weiteren Ratsmitglied. Die schulhausverantwortliche Person steht in engem Kontakt zum Schulleiter und den Lehrpersonen „seiner“ Schulhäuser.

Zu zweit führt die Delegation vor allem ein jährliches Fokusgespräch mit dem Schulleiter und erstellt darüber einen Bericht. Das Fokusgespräch dient dem Schulrat zur Wahrnehmung seiner Aufsichtspflicht im Sinne einer Qualitätssicherung sowie der Wirkungsorientierung und Kompetenzhandhabung durch die Schulleiter. Das Tagesgeschäft ist hingegen nicht Gegenstand des Gesprächs.

Schülertransport wird 2019 ausgeschrieben

Der Schulrat hat sich auch mit aktuellen Problemen bezüglich Zufahrt und Haltestellen für den Schulbus bei Kindergärten und Schulhäusern befasst. Er hat das zuständige Ratsmitglied beauftragt, die Situation zu überprüfen und anschliessend Bericht und Antrag zu erstatten. Der aktuelle Vertrag für die Schulbusfahrten läuft im Sommer 2020 aus. Der Auftrag soll deshalb gesetzeskonform im kommenden Jahr öffentlich ausgeschrieben werden.

Aussprache mit Alfred Zahner und Erwin Sutter

Zum Abschluss der letzten Sitzung vor den Sommerferien begrüsste der Schulrat die beiden FLiG-Stadtparlamentarier Alfred Zahner und Erwin Sutter. Diese hatten sich an der Parlamentssitzung vom 1. Mai mit der Antwort des Stadtrates auf ihre Interpellation „Begabtenförderung“ nicht zufrieden gezeigt. In einer offenen Aussprache konnten die Haltungen weitgehend und in Übereinstimmung bereinigt werden.


 

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