MÖGLICHKEITEN FÜR TENNIS-SPORT AUF DER GOSSAUER MOOSWIES WERDEN GEPRÜFT

Für eine neue gemeinsame Tennisanlage der beiden Gossauer Vereine stehen drei Standorte im Vordergrund: Rosenau und Mooswies in Gossau sowie Baumatt in Arnegg. Der Stadtrat Gossau prüft nun die Machbarkeit einer solchen Anlage auf der Mooswies. Dadurch verzögert sich das Projekt Stadtlandschaft Mooswies.

(Stadt Gossau) Die beiden Gossauer Tennisclubs planen seit längerem eine Vereinigung und gleichzeitig die Konzentration der Tennisanlagen auf einen Standort. Die Anlagen des Tennisclub Friedberg müssten ohnehin den Sportanlagen gemäss Masterplan weichen. Die Tennisvereine wünschen zusätzliche Aussenplätze und auch einige Plätze in einer Halle, um Tennis das ganze Jahr über betreiben zu können. Als Standort favorisieren sie die Mooswies. Der Stadtrat zeigte bisher für diesen Standort Zurückhaltung; er wollte eine langfristige Entwicklung des Gebiets westlich des Negrelliwegs hin zu Wohn- und Dienstleistungsnutzungen nicht durch eine Vergrösserung der Tennisanlagen behindert sehen.

Standort Rosenau nicht im Stadtbesitz

Deshalb hatte er den Tennisclubs im Sommer 2015 zwei andere Standorte vorgeschlagen: das Gebiet nördlich der geplanten Sportanlagen Rosenau und das Gebiet Baumatt in Arnegg. Der Standort Rosenau befindet sich bereits in der richtigen Zone und in Nachbarschaft zu anderen Sportanlagen. Der Nachteil ist, dass das Grundstück nicht im Besitz der Stadt ist und noch erworben werden müsste. Das Gebiet in Arnegg wäre in Stadtbesitz und in einer geeigneten Zone. Allerdings zeigen die Tennisclubs wenig Begeisterung für diesen Standort, der nicht optimal an den öffentlichen Verkehr angebunden und für Kinder und Jugendliche schwieriger zu erreichen sei.
Der Rat hat den Tennisclubs signalisiert, dass er die Machbarkeit einer Tennisanlage auf der Mooswies doch noch genauer prüfen wird und er sich an diesem Standort, ergänzend zu den Aussenplätzen, eine Tennishalle vorstellen kann. Der Ausbau der Tennisanlagen ist allerdings nur mit einer Umzonung möglich. Mit den Tennisvereinen wird nun zu klären sein, wer die Anlagen baut und betreibt und wie diese finanziert werden können.

Stadtlandschaft Mooswies verzögert sich

Eine mögliche Erweiterung der Tennisanlage auf der Mooswiese wirkt sich auch auf das Projekt „Stadtlandschaft Mooswies„ aus. Ein „Zukunftskafi“ hat im Jahr 2014 die Idee einer Aufwertung dieser zentrumsnahen Grünfläche eingebracht. Im Rahmen des Agglomerationsprogramms wurden Ideen entwickelt, wie auf der acht Hektaren grossen Fläche künftig ein Miteinander von Landwirtschaft und Freizeitnutzung ermöglicht werden kann. Im Stadtentwicklungskonzept hat der Stadtrat dieses Projekt als Schlüsselmassnahme bezeichnet. Weil derzeit aber noch unklar ist, ob und in welchem Ausmass die Tennisanlage auf der Mooswies erweitert wird, hat er das Projekt „Stadtlandschaft“ vorläufig zurückgestellt.


 

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