OSTSCHWEIZER GRENADIERE: HV IN GOSSAU – BESUCHE BEI REGA UND FREIHOF

Die Stammsektion Gren Kp 33 verband ihre ordentliche Hauptversammlung in Gossau anschliessend mit dem Besuch der REGA-Basis Winkeln oder alternativ mit der Besichtigung der Brauerei Freihof Gossau.


Vorstand der Stammsektion Gren Kp 33 (v.l.): Alex Harzenmoser, Guido Boltshauser, Urs Schönenberger, Sepp Blättler, Patrick Benz, Roger Weiss, Hans Rosenast, Roman Fässler, Toni Klein, Reto Ammann.

(Ernst Inauen)

Seit über 70 Jahren werden ehemalige Angehörige der Gren Kp 33 und der Landwehreinheit I / 8 zur Hauptversammlung der Stammsektion eingeladen. Sporadisch organisiert die Vereinigung auch weitere Anlässe, welche die kameradschaftlichen Begegnungen ermöglichen. Im Zweijahresturnus trifft sich die Stammsektion zu einem gesellschaftlichen Anlass mit Partnerinnen, dem sogenannten Kompanieabend. In den Zwischenjahren findet die ordentliche Hauptversammlung der Mitglieder jeweils an verschiedenen Orten statt. Weil ein beachtlicher Teil des Vorstandes und der Mitglieder in unserer Region wohnhaft ist, wurde dieses Jahr die Freihof Brauerei und Hofstube in Gossau als Tagungsort gewählt. Für das Rahmenprogramm nach einer Verpflegung konnten sich die Teilnehmenden entweder für die Führung und Besichtigung der Freihof Brauerei oder für den interessanten Rundgang in der REGA-Basis St.Gallen entscheiden.

Region gut im Vorstand vertreten

An der Hauptversammlung nahmen rund 60 Mitglieder teil, als jüngster Grenadier Marco Senn, Wil (Jahrgang 1982) und als ältester Oskar Stillhart (1929). Sepp Blättler, Bichwil präsidiert seit 2014 die Stammsektion Gren Kp 33 als Nachfolger des Wilers Martin Senn. Er warf in seinem Jahresbericht einen Blick zurück auf die Aktivitäten des vergangenen Vereinsjahres. Er erwähnte unter anderem die Teilnahme einer beachtlichen Delegation an der Gedenkstein-Einweihung bei der alten Kaserne Losone und den Besuch der neuen Kaserne Isone im Juni 2018. Bei der jährlichen Weihnachtsaktion und bei Krankenbesuchen werden kranke Mitglieder besucht und beschenkt. Delegationen der Vereinigung nahmen auch an den Trauerfeiern von drei verstorbenen Mitgliedern teil. Zum Gedenken an die Verstorbenen schaltete der Vorsitzende eine Schweigepause ein. Der gesamte Vorstand wurde für ein weiteres Jahr bestätigt. Neben Präsident Sepp Blättler gehören ihm Reto Ammann, Gossau, Patrick Benz, Sirnach, Guido Boltshauser, Berg, Hans Rosenast, Bazenheid und Roman Fässler, Schwarzenbach an. In der GPK verbleiben Roger Weiss, Urs Schönenberger und Alex Harzenmoser. Verdiente Anerkennung fanden die interessanten Rundschreiben, welche von Patrick Benz vier Mal pro Jahr gestaltet und an alle Mitglieder versandt werden. Marco Senn und Roman Fässler betreuen die informative  Homepage www.stammsektion.ch.

Aufmerksame Zuhörer beim Jahresbericht.
Präsident Sepp Blättler blickte auf das Vereinsjahr zurück.
Der Präsident überreichte dem jüngsten Teilnehmer Marco Senn ein Präsent.
Zwei alte Haudegen: der 90-jährige Oskar Stillhart und sein Namensvetter Othmar Stillhart.

REGA oder Brauerei

Im Anschluss an den geschäftlichen Teil der HV boten die Organisatoren zwei spannende Möglichkeiten für das weitere Zusammensein an. Wer lieber die Braukunst kennen lernen und die entsprechenden Produkte geniessen wollte, hatte vor Ort diese Gelegenheit. Eine aus organisatorischen Gründen beschränkte Anzahl von 26 Teilnehmenden verschob sich nach St.Gallen und lernte die Rettungsorganisation REGA näher kennen. Der Zufall wollte es, dass der ehemalige Kommandant der Appenzeller Grenadier Kompagnie Thomas Holdener die Führung übernahm. Als Mitglied des Stiftungsrates und vielseitiger Einsatzleiter bei Rettungseinsätzen vermittelte er den Besuchern seine fundierten Kenntnisse. Die REGA wurde 1952 gegründet und hat heute vierzehn Standorte, 375 Mitarbeitende und eine Flotte von 19 Helikoptern und zwei Ambulanzflugzeugen. Rund 3,5 Millionen Gönner tragen zur Wirtschaftlichkeit des Unternehmens bei. Seit drei Monaten besitzt die Basis St.Gallen den neuen REGA-Rettungshelikopter H145. Der Führer stellte ihn vor.

Thomas Holdener erklärte die Organisation und den Auftrag der REGA.
Der neueste Rettungshelikopter H145 in der St.Galler Basis.

Spannender REGA-Besuch

Nach einer Alarmierung während der Filmvorführung konnten die Besucher unverhoft einen Ernstfalleinsatz beobachten. Innert weniger Minuten startete der Heli und wurde nach der Rückkehr wieder betriebsbereit retabliert. Eindrücklicher als der Film waren die kompetenten Ausführungen von Thomas Holdener. Er beschrieb ausführlich die Organisation und die Aufgaben der REGA. Die Basis St.Gallen, 1981 gegründet, leiste rund 1‘000 Einsätze pro Jahr, hauptsächlich bei Gebirgsrettungen, gab er bekannt. Der Helikopter sei mit einem Pilot, einem Notarzt und einem Rettungssanitäter besetzt und mit neuester technischer Ausrüstung und dem notwendigen Material bestückt. Der Referent erzählte spannend auch von einigen Einsätzen. Im Hangar demonstrierte er den Inhalt beider Notfallkoffer und des Notfallrucksacks. Die Crew sei während 48 Stunden Tag und Nacht einsatzbereit, bis sie ausgewechselt werde. Bei den speziell ausgebildeten Notärzten finde der Wechsel nach neun Monaten statt. Den sehr interessierten Besuchern konnte er zahlreiche Fragen beantworten. Nach der mehr als zweistündigen Führung kehrten die Grenadiere zu den Kameraden im Freihof Gossau zurück.

Die Grenadiere bekamen umfassende Informationen über das mitgeführte Rettungsmaterial.
Abflug zu einem Rettungseinsatz.

 

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