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Stadt Gossau
06.01.2026
06.01.2026 20:59 Uhr

Martina Uffer ist Parlamentspräsidentin 2026

Das Stadtparlament Gossau und der Stadtrat bei der konstituierenden Sitzung für das Jahr 2026 im Fürstenlandsaal. Bild: gossau24.ch / cv
Das Gossauer Stadtparlament wählte am Dienstagabend, 6. Januar 2026, Martina Uffer (GLP-FLiG) zur Präsidentin 2026. Zudem genehmigte das Parlament einstimmig einen Baukredit von 1,19 Millionen Franken für die Netzerneuerung im Gebiet Gozenberg- und Talstrasse.

Kredit für über 50 Jahre altes Netz

Das Elektrizitätsnetz im Gebiet Gozenberg- und Talstrasse ist über 50 Jahre alt. Grössere Verbraucher wie E-Mobil-Ladestationen oder Wärmepumpen können kaum angeschlossen werden, auch die Einspeisung von Solarstrom ist nur beschränkt möglich. Das Stadtparlament genehmigte den vom Stadtrat beantragten Baukredit von 1,19 Millionen Franken einstimmig. Neu werden alle Liegenschaften mit neuen Kabeln direkt ab einer Trafostation oder Verteilkabine versorgt. Ebenfalls wird die Strassenbeleuchtung teilweise erneuert.

Die beiden Neugewählten: Parlamentspräsidentin Martina Uffer (GLP-FLiG) und Vizepräsident Patrick Huber (SP). Bild: gossau24.ch / Claudia Vamvas

Parlamentarische Gremien neu besetzt

Zur Parlamentspräsidentin für das Jahr 2026 wählte das Parlament Martina Uffer (GLP-FLiG), Vizepräsident ist Patrick Huber (SP). Als Stimmenzählende wirken künftig Pascal Brander (SVP) und Simon Sigg (Die Mitte), Ursula Kobler (FDP) ist Ersatz-Stimmenzählerin. In die Geschäftsprüfungskommission wurden Matthias Ebneter (GLP-FLiG) und Pascal Fürer (SVP) gewählt. In der vorberatenden Kommission Sportwelt vertritt neu Rebecca Meier (Junge Grüne) die SP-Fraktion.

Kritik am zurückhaltenden Umgang mit KI

Im Rahmen einer Interpellation zum Einsatz von künstlicher Intelligenz in der Stadtverwaltung hielt der Stadtrat fest, dass er zwar grosses Potenzial sehe, derzeit jedoch noch zahlreiche rechtliche Fragen offen seien. Gossau schliesse sich deshalb der gemeinsamen Strategie des Kantons und der Vereinigung der St.Galler Gemeindepräsidien an. Für rechtlich unbedenkliche Arbeiten werde KI jedoch bereits eingesetzt. Interpellant Christian Schlegel (GLP-FLiG), der die Interpellation gemeinsam mit Pascal Fürer (SVP) eingereicht hatte, kritisierte den aus seiner Sicht mutlosen Umgang mit der neuen Technologie und verwies auf andere Branchen, in denen KI bereits zur Automatisierung von Prozessen genutzt werde.

Stadtklima: Massnahmen bleiben umstritten

Auch das Stadtklima war Thema einer Interpellation. Der Stadtrat verwies auf bereits bestehende Massnahmen im öffentlichen Raum. Mit der Grünflächenziffer und dem Einordnungsverbot im neuen Baureglement solle zudem auch auf privatem Grund Einfluss genommen werden können. Eine Fachstelle Umwelt erachtet der Stadtrat jedoch nur als sinnvoll, wenn sowohl finanzielle Mittel als auch die gesetzlichen Grundlagen gegeben seien. Interpellant Patrick Huber (SP) zeigte sich skeptisch. Die Umsetzung konkreter Massnahmen sei aus seiner Sicht nicht gesichert. Das Parlament habe entsprechende Budgetpositionen bereits zwei Mal abgelehnt, Gossau stehe nach wie vor ohne eigentliche Klimastrategie und Massnahmenplan da.

Der Fürstenland Chor Gossau sorgte für einen überraschenden musikalischen Abschluss der Sitzung. Bild: gossau24.ch / cv

Überraschung zum Schluss

Am Ende der Sitzung wurden alle gebeten, noch kurz sitzen zu bleiben: Auf der Bühne im Fürstenlandsaal trat überraschend der Fürstenland Chor Gossau auf und bescherte den Anwesenden mit zwei Chorstücken einen festlichen Abschluss des Sitzungsabends.

parl. / Claudia Vamvas
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