Das ist erfreulich und zeigt auf, dass wir trotz diversen Investitionen und einer positiven allgemeinen Entwicklung in unserer Gemeinde auch die Finanzen im Griff haben. Der Überschuss von 7690‘229.72 Franken wird der Ausgleichsreserve der Politischen Gemeinde zugeschieden. Diese beträgt somit insgesamt 3‘263‘852.12 Franken.
Die wesentlichen Einsparungen konnten in den Bereichen Allgemeine Verwaltung, Bildung, Verkehr und bei den Finanzen erzielt werden. Deutliche Mehraufwände waren andererseits in den Bereichen Soziale Sicherheit und Gesundheit zu verzeichnen.
Die Investitionsrechnung der Gemeinde Waldkirch schliesst mit Ausgaben von 11‘613‘062.45 Franken und Einnahmen von 890‘597.60 Franken. Die Nettoschuld der Gemeinde hat sich, aufgrund der Investitionen in den Schulhausneubau, erhöht. Allerdings nicht in dem Ausmass wie ursprünglich angenommen, da verschiedene Darlehen zu Minuszinsen abgeschlossen werden konnten und somit die Zinsbelastung deutlich reduziert wurde. Das Verwaltungsvermögen der Gemeinde Waldkirch steigt per Ende 2019 auf über 25‘000‘000 Franken an. Auch dies insbesondere im Zusammenhang mit den Investitionen in den Schulhausneubau Breite. Aufgrund der nach RMSG neu auf die Nutzungsdauer bezogenen Abschreibung ergaben sich im Jahr 2019 insgesamt Abschreibungen in der Höhe von 456‘928.15 Franken. Neu fallen im Bildungs-/Schulbereich für die Abschreibungen 241‘700.00 Franken an. Bei den Abschreibungen im Bildungs-/Schulbereich dürfte, infolge Fertigstellung des Schulhauses Breite, der Höchststand der Abschreibungen im Jahr 2020 erreicht werden. Die ersten Abschreibungen für den Sportplatz Breiten sind erst im Jahre 2022, nach dessen Fertigstellung im Jahr 2021, zu erwarten. Der Grund liegt darin, dass Abschreibungen künftig erst nach Fertigstellung eines Investitionsvorhabens vorgenommen werden dürfen.
Aufwand bei verschiedenen Kontogruppen deutlich tiefer
Der Aufwand in der Kontengruppe «Allgemeine Verwaltung» schloss mit einem Minderaufwand von insgesamt 195‘536.93 Franken ab. Bei der «Bildung» belief sich der Minderaufwand auf 187‘061.60 Franken gegenüber dem vorgesehenen Budget. Auch in den Bereichen öffentliche Sicherheit (Minderaufwand 48‘168.39 Franken), Verkehr (Minderaufwand 164‘524.30 Franken), Umweltschutz und Raumordnung (Minderaufwand 73‘978.85) sowie Volkswirtschaft (44‘775.84 Franken) und Finanzen (336‘804.82 Franken) konnten Minderaufwände ausgewiesen werden. Demgegenüber mussten in den Bereichen Kultur, Sport und Freizeit (15‘685.05 Franken) sowie Gesundheit (138‘188 Franken) und Soziale Sicherheit (127‘747.96 Franken) deutliche Mehraufwände ausgewiesen werden. Gerade im Bereich Gesundheit sind die Kosten für die stationäre Pflegefinanzierung, welche durch die Gemeinde zu tragen sind, sehr stark ins Gewicht gefallen.